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  Personalorganisation

Die Bedeutung verschiedener Aufgabenfelder im Personalmanagement wird in den nächsten Jahren weiterhin zunehmen. Dies liegt einerseits daran, dass die Anforderungen an die Unternehmen ansteigen und andererseits daran, dass die Mitarbeiter höhere Erwartungen an die Arbeitgeber stellen und als Individuum wahrgenommen und entsprechend eingesetzt werden wollen. Aufgabe der Personalabteilung ist es, den vielfältigen Forderungen ihrer unterschiedlichen Kunden unter Beachtung der Gesamtunternehmensziele zu entsprechen. Basierend auf den Veränderungen in den einzelnen Aufgabenfeldern und dem allgemeinen Trend zur Dezentralisierung ist zu überlegen, inwieweit die eigene Organisation den aktuellen Bedürfnissen entspricht und welche Möglichkeiten zur Weiterentwicklung zur Verfügung stehen. Dabei sollte überlegt werden, welche Einflussfaktoren, wie beispielsweise technologische Veränderungen oder die Entwicklung am Arbeitsmarkt, für das eigene Unternehmen relevant sind.

 

 

Personalentwicklung

Die Forderung nach lebenslangem Lernen ist inzwischen so oft gestellt worden, dass sie von allen Seiten anerkannt und von vielen auch umgesetzt wird. In Wirtschaft und Verwaltung findet sie ihre Umsetzung in der Personalentwicklung.
Erfolgreiche Personalentwicklung ist keine Frage der Betriebsgröße. Großunternehmen haben zwar spezielle Abteilungen oder Bereiche und ausgefeilte Personalentwicklungs-Programme und finden daher größere öffentliche Beachtung. Mittel- und Kleinbetriebe können aber durchaus auch erfolgreiche Personalentwicklung betreiben.
Personalentwicklung kann um so mehr bewirken, je stärker sie in die Unternehmenspolitik und die Unternehmensstrategie eingebunden ist und dazu beiträgt, die Unternehmensziele zu erreichen.
Personalentwicklung ist eine Investition in die Qualität der Mitarbeiter und somit eine Investition in die Zukunft des Unternehmens.


 

Anreiz- und Motivationssysteme

Viel zu häufig sind Mitarbeiter nicht ausreichend bei der Sache, desinteressiert, demotiviert, machen "Dienst nach Vorschrift" oder verbringen zu viel Arbeitszeit mit persönlichen Machtkämpfen oder privaten Gesprächen. Nach Untersuchungen von Wirtschaftsinstituten leisten motivierte Mitarbeiter bis zu 30 % mehr als ihre desinteressierten Kollegen. Die potenziellen Möglichkeiten von Mitarbeitern werden nicht ausreichend genutzt. Dabei gibt es viele Methoden, Mitarbeiter durch Anreize zu motivieren und an ihren Betrieb zu binden.


Flexible Arbeitszeitsysteme

Mit flexiblen Arbeitszeitsystemen passen sie ihre Belegschaft besser an stark schwankende Arbeitsbelastungen an. Dabei organisieren die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit nach Bedarf und das Unternehmen spart in Stoßzeiten kostspielige Überstundenzuschläge.
Wenn viel zu tun ist, arbeiten alle Mitarbeiter länger. In ruhigeren Zeiten reduzieren die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit unter die tariflichen Wochenstunden. Arbeitskonten halten Plus- und Minusstunden f
est.

 

Entgeltsysteme

Viele Mitarbeiter sind unzufrieden mit einer ausschließlich anforderungsgerechten Bezahlung, so wie sie von vielen Tarifverträgen vorgesehen ist. In einer Umfrage wurde festgestellt, dass 42 % der Befragten beklagen, dass sie nicht leistungsgerecht bezahlt werden. Eine innovative Gestaltung der Entgeltsysteme kann dem entgegenwirken, indem sich die Vergütung der Mitarbeiter aus einem anforderungsgerechten Grundgehalt, leistungsabhängiger Bezahlung - individuell oder im Team - und erfolgsabhängiger Komponenten (z.B. des Gesamtunternehmens) zusammensetzt. Die Höhe der Anteile sollten dabei der jeweiligen Tätigkeit angepasst werden.


Gruppenarbeit

Der Übergang von hocharbeitsteiligen Formen der Arbeitsorganisation zur Gruppenarbeit stellt Unternehmen, Führungskräfte und Mitarbeiter vor veränderte Aufgaben. Planende, steuernde und kontrollierende Funktionen werden zunehmend mit ausführenden Funktionen verknüpft und in die Gruppenaufgabe integriert. Dadurch verändern sich die Aufgabenzuschnitte der Mitarbeiter und Führungskräfte. Neben einer entsprechenden fachlichen Qualifikation gewinnt auch die effiziente Zusammenarbeit - der Mitarbeiter untereinander und der Mitarbeiter mit den Führungskräften - an Bedeutung. Die Qualifizierung der Mitarbeiter und Führungskräfte zur Arbeit in und mit Gruppen bildet daher einen wichtigen Bestandteil bei der Einführung von Gruppenarbeit.


Kontinuierlicher Verbesserungsprozess

KAIZEN steht für "ständige Verbesserung" und ist die Bezeichnung für eine japanische Managementphilosophie unserer Tage. Im deutschsprachigen Raum werden Problemlösegruppen auch KVP-(Kontinuierlicher VerbesserungsProzess)Gruppen genannt.

KVP meint...

ständige Verbesserung,

unter Einbeziehung aller Mitarbeiter - Geschäftsleitung, Führungskräfte und Arbeiter,
in allen Bereichen,
in Form kleiner Schritte,
als Prozess.
Motto: Der Weg ist das Ziel.

Neben solchen Problemlösegruppen ist auch ein betriebliches Vorschlagswesen/Gute Ideenwesen ein optimales Instrument zur Einbeziehung der "unteren" Ebenen in den Verbesserungsprozess.

Deshalb haben viele Firmen längst erkannt: Wenn Mitarbeiter Fantasie haben dürfen, gewinnt das Unternehmen. Aus verrückten Gedanken werden gute Ideen, sinnvolle Konzepte, tolle Produkte. Deshalb belohnen z.B. Automobilhersteller Beschäftigte, die mit eigenen Vorschlägen das Produkt verbessern. Aber auch in anderen Branchen kann man damit große Erfolge erzielen.

Moderation von Veränderungsprozessen

In den letzten Jahren hat es in den Unternehmen viele Veränderungen gegeben. Da diese Veränderungen in der Regel keine Selbstläufer sind, ist es wichtig, wie und in welcher Form solche Veränderungen umgesetzt werden.
In dieser Zeit sind auch neue Vorstellungen entstanden, wie zu führen ist und wie man geführt werden möchte, sei es nun als Mitarbeiter in einer Arbeitsgruppe, als Mitglied einer Projektgruppe oder als Teilnehmer einer (Problemlöse-)Besprechung. Von einem Leiter wird heute in der Regel erwartet, dass er sich nicht als derjenige versteht, der, ohne die Betroffenen zu fragen, sagt, was richtig und zu tun ist. Vielmehr muss er die Gruppe selbst entscheiden lassen, zumindest aber ihr Wissen, ihre Vorstellungen und Ideen in seine Entscheidungen einbeziehen. Dabei ist eine gute Moderation von großer Bedeutung.

   

© Inhalt/Design: Varicon® Karlsruhe Letzte Änderung: 01.03.2004 Impressum